Ein Tag am JÖLFHOF

Eva Maria, Freundin und SoLawistin des JÖLFHOFES, war diese Woche bei uns am Hof. Nachstehend ihr Stimmungbericht:

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Ich blicke mit Freude und Dankbarkeit zurück auf eine wunderbare Woche am JÖLFHOF. Ralf und Jörg haben mich mit einer wohltuenden echten Herzlichkeit empfangen, die ihresgleichen sucht. Jeder Tag war besonders. Einen will ich herausgreifen und euch davon erzählen.

Des Morgens wurde ich mit einem leckeren Frühstück verwöhnt. Wir saßen im Garten, in dem alles blüht und die Schwalben in der Nische der Hausmauer ihre Nester bauen. Wir unterhielten uns darüber, was dieser Tag so bereit halten wird.

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Klar war, wir fahren auf das Feld in Györ-Ménföcsanak. Da muss der Acker noch mit Pflanzerln bestückt werden. Während die Sittiche im Hintergrund zwitscherten, besprachen wir, was sonst noch zu tun ist.

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Ich saß einerseits völlig entspannt bei Tisch und genoss mit ganzem Herzen und mit jeder Pore meiner Haut das Ganze um mich rum. Die Hunde lagen uns zu Füßen, die Sonne schien fröhlich vom Himmel. Alles passte für mich einfach perfekt. Andererseits war ich ein klein wenig aufgeregt. Ich werde mit aufs Feld fahren und helfen beim Pflanzenaussetzen. Werde ich es richtig machen? Werde ich eine Hilfe sein? Ich bin ja eigentlich keine Gärtnerin. Nach vielen Jahren bei Gela-Ochsenherz habe ich zwar schon um einiges mehr Ahnung als davor, aber eigentlich bin ich noch immer ein echtes Greenhorn am landwirtschaftlichen Terrain.

So. Nun gings los. Der Bus wurde hereingefahren, die Jungpflanzen eingeschlichtet. Das waren: Kohlrabi, Melanzani, Weißkraut, Rotkraut, verschiedenden Chilipflanzen. Einige Gartengeräte und -schläuche wurden dazugepackt und losgings.

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20 Minuten später waren wir in Ménföcsanak am Feld. Alles wurde in großer Ruhe vorbereitet und ausgeräumt. Jörg hat dann erklärt, wo welche Pflanzen hingesetzt werden. Ich betrat das Feld und die Erde war ganz weich und locker. „Wow!“ dachte ich. Was für eine tolle Erde! Jörg erklärte mir, dass es sich bei dieser Erde wirklich um eine ganz besonders nährstoffreiche Erde handelt, die auch sehr gut bearbeitbar ist. Über lange Zeit wurde dort nichts angebaut sondern nur mit Kuhmist gedüngt. Jörg sagte, es sei großes Glück, dass sie hier die Möglichkeit haben, anbauen zu dürfen. Nun kommt ein Gerät zum Einsatz mit dem auf einen Schlag drei Furchen gezogen werden können. Ein selbstgebastelter unmotorisierter „Handtraktor“. 😉

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Danach gings ans Pflanzen. Ich glaube, ich stellte mich gar nicht so dumm an. Ralf meinte, ich sei durchaus eine große Unterstützung. Zu dritt ginge alles schneller und leichter von der Hand.

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Mir hat es großen Spaß gemacht. Ich werde in meinen Küberln in der kommenden Saison Produkte drin haben, die ich selber gepflanzt habe. Das fühlt sich richtig gut an. Auch hier stimmt ein alter SoLawi-Spruch von mir: „Ich kenne den Boden, ich kenne die Menschen, die mein Gemüse, mein Essen produzieren.“

Die Sonne hatte schon einige Kraft und ich spürte die ungewohnte Arbeit in meinen Muskeln. Wir kamen gut voran und nach fünf Stunden konnten wir den Arbeitstag am Feld beenden. Die ganze Zeit hab ich mich sehr wohl gefühlt, alles lief in großer Ruhe und total harmonisch ab. Auf dem Nachhauseweg gönnten wir uns ein leckeres Eis und ließen den Tag mit häuslicher Arbeit, Kochen, Essen und tollen Gesprächen ausklingen.

Nicht zu vergessen zu erwähnen, möchte ich die Laufenten! Die sind eine Attraktion für sich. So schön und elegant. Pechschwarz mit einem blauen Schimmer ist der Erpel. Die drei Mädeln saßen und brüteten. Gestern schlüpften die ersten Küken. Sooo süß! Eine wahre Abenteuerwoche auf dem JÖLFHOF. Ich bin glücklich!

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VIELEN VIELEN DANK lieber Ralf und lieber Jörg! Ich komme sehr gern nächstes Jahr wieder für eine Woche (oder mehr?).

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